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Bis 1931 diente das 1767
im barocken Fachwerkstil errichtete Gebäude als
Knabenschule. In jenem Jahr wurde im Obergeschoß die
erste Heimatstube errichtet.
Die Bestrebungen zu ihrer Gründung reichen
bis 1929 zurück - dem Datum der Tausendjahrfeier
Duderstadts, als interessierte Bürger im Rathaus eine
Ausstellung volkskundlicher Gegenstände organisierten.
Diese Ausstellung fand großen Anklang und führte zur
Gründung eines Museumsvereines.
Der Zweite Weltkrieg erzwang die vollständige
Räumung des Museums, das 1959 nur zum Teil
wiedereröffnet werden konnte. 1960 ging es in die
Trägerschaft von Stadt und Landkreis über. Seit 1969
dehnte sich die Sammlung auf alle Etagen der alten Schule
aus.
Das Museum wurde von 1983-1986 sowohl baulich
als auch inhaltlich neu gestaltet. Die Ausstellung
beinhaltet eine Abteilung "Archäologie im
Eichsfeld", heimisches Handwerk (z.B. Metall- und
Holzverarbeitung) und das frühindustrielle Gewerbe
(Hanschuhmacherei), dazu der einstige Tabakanbau und die
Tabakverarbeitung.
Gezeigt werden auch "Bäuerliches und
Bürgerliches Wohnen", historische Kleidung,
Schulwesen und eine Ausstellung der "Kirchenkunst
und Kirchengeschichte des Eichsfeldes". Ein Teil davon
ist Georg Kardinal Kopp gewidmet, der in Duderstadt
geboren wurde.
In zwei Nebengebäuden wird über das
"Blaudruckhandwerk" und das
"Feuerwesen" informiert. Die Grundausstattung
einer Schmiede ist hier ebenfalls zu sehen.
Außerdem verfügt das Heimatmuseum über
einen neuangelegten Museumsgarten, mit Tabakpflanzen,
Färberwald sowie anderen standortgerechten heimischen
Büschen und Kräutern.
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