Rundgang In Duderstadt



Duderstadt

Die Gründung des Ortes ist ins Dunkel der Vergangenheit gehüllt. Ausgrabungen erbrachten jedoch den Beweis, daß hier schon zur Steinzeit Menschen wohnten. Seine erste urkundliche Erwähnung verdankt Duderstadt dem ehemaligen Königshof. Heinrich I. schenkte am 16. September 929 seine Erbgüter zu Quedlinburg, Pöhlde, Grona, Nordhausen und Duderstadt seiner Frau Mathilde als Witwengut.
Bereits 1247, als Otto das Kind in den Besitz der Goldenen Mark, wie das Gebiet um Duderstadt wegen seiner fruchtbaren Böden genannt wird, gelangt war, wählten die Duderstädter das Recht der Stadt Braunschweig.
Das ehemalige Stadtbild zeugt von einer großen Vergangenheit. Sanft geschwungene Längsstraßsen, dem Oval der Stadtmauern angepaßt, vermitteln dem aufmerksamen Betrachter mit jedem Schritt neue Eindrücke. Die meist kurzen Querstraßen sind, damit sich der Blick nicht ins Endlose verliert, von malerischen Bürgerhäusern abgeschlossen. Alles ist wohl durchdacht und ausgewogen. Der Grundriß dieser Stadt ist ein anschauliches Beispiel für die Genialität alter Städteplaner. Die Bürgerhäuser stehen mit ihren Traufen den Straßen zugewandt, ein Haus schließt unmittelbar an das andere an.
Drei Vorstädte und die "Benebenstadt" bilden die Verbindung zwischen Mauern und Wall. Mehr als 550 Fachwerkhäuser der verschiedensten Baustile, gotische Kirchen, der schraubig gedrehte Westerturm und nicht zuletzt das historische Rathaus, das eines der ältesten Rathäuser Deutschlands ist, überliefern uns modernen Menschen schöne Beispiele alter Baukunst und lassen mit Bewunderung an jene Bauhandwerker denken, die mit diesen schmucken Häusern bleibende Denkmäler gesetzt haben.
Große Teile der ehemals 1700m langen Stadtmauer und der noch vollständig erhaltene Ringwall behüten auch heute noch den historischen Kern einer der schönsten Fachwerkstädte Deutschlands.

Weiter

Zurück zur Auswahl



Copyright © 1997. All rights reserved.