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Die St. Servatiuskriche in Duderstadt
ist eine spätgotische Hallenkirche, deren Schlußstein
im Jahre 1521 in der Mitte des Gewölbes eingesetzt
wurde. Der Baubeginn liegt sicherlich wesentlich früher.
Die tief heruntergezogenen Gewölberippen im Chorraum
weisen mit ihren Konsolen in die Zeit 1390-1430. Auch das
Epitaph, das im Chorraum links in die Wand aufgenommen
wurde, deutet mit seiner Jahreszahl 1393 auf seinen
früheren Baubeginn hin.
In ihrer wechselvollen Geschichte hat die
Kirche ihren reinen spätgotischen Stil behalten. Ab dem
Jahre 1714 erhielt sie eine reiche Innenausstattung im
Barockstil. Zuerst einen Hochaltar, von dem das in Öl
gemalte Kreuzigungsbild an der Stirnseite des
Nordschiffes noch erhalten ist. Ebenso ein aus Lindenholz
geschnitzter, wunderschöner Taufstein, der im Chorraum
steht und auch heute noch benutzt wird.
Am 17.06.1915 wurde die Kirche durch eine
Brandkatastrophe bis auf wenige barocke Gegenstände
vernichtet. Durch das zusammenstürzende Chorgewölbe
wurde auch das Epitaph beschädigt.
Die jetzige Einrichtung mitsamt allen Fenster
stammt aus dem Jahre 1917 und wird als "später
Jugenstil" bezeichnet. Die Orgel aus dem Jahre 1977
vermittelt dem Hörer ein Musikerlebnis ganz besonderer
Art.
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